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<title>Das nagelneue Testament</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/</link>
<description>Wie die Geschichte weiterging. Oder eigentlich anfing...</description>
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<lastBuildDate>Sat, 31 Jan 2009 14:46:41 +0100</lastBuildDate>
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<title>Der Auszug aus Aegypten</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=20</link>
<description><![CDATA[ist es nicht gerade. Aber der Auszug aus blogg.de <br />
<br />
Die weiteren Geschichten (und bitte auch dort kommentieren, natuerlich ausgenommen das Spammerpack) finden sich <a href="http://nagelneuestestament.wordpress.com">jetzt hier</a>. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 14:46:41 +0100</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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<title>Das vergessene Buch  </title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=19</link>
<description><![CDATA[Eigentlich ware die Bibel ja um Einiges dicker, hätten die katholischen Knierutscher nicht damals, im Mittelalter, einfach einige Seiten rausgerissen und auf immer und ewig verbannt. Schon damals war es teuer, Mönche zum Abschreiben der Geschichten und Märchen zu knechten, aber auch in Zeiten ders ersten Buchdruckes schaute man aufs Geld. <br /><br /> Das vergessene Buch wurde als Evangelium von Kevin-Thomas geschrieben. Genau, dem ungläubigen Thomas, der an anderer Stelle in der Bibel querreferenziert wird. Oder gibt es etwa ein <i>Evangelium des Kevin-Thomas</i>? Der hatte es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, Geschichtchen für eine recht große Gruppe zu verfassen und auf Papier zu bringen, nämlich für die Vertreter seiner Glaubensrichtung, die Ungläubigen.  Ungläubige glauben nämlich nicht an die Alleinherrschaft eines Gottes, der, wie im vorherigen <a href="http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=18">Artikel</a> beschrieben, übrigens eine Frau ist. Sie glauben auch nicht, dass es einen rechtmäßigen Vertreter dieser Frau in Rom gibt, der ebenfalls, als Mann, in Frauenkleidern durch die Gegend wackelt. Und sie glauben nnicht, dass man Sonntags sein hart verdientes Geld bei einem Gruppenhappening mit seltsamer Musik und alten Menschen zusammen verschenken sollte. Vor allen Dingen sind sie sich sicher darüber, dass nicht diese seltsame Frau namens Gott sie aus einem Klumpen Dreck in einem Selbstfindungskurs auf Gomera getöpfert hat, sondern dass sie ein mehr oder weniger fehlgegangenes Evolutionsexperimentsergebnis sind.<br />
<br />
Diesen Menschen nun hat Kevin-Thomas ein ganzes Buch gewidmet. Das mit der alternativen Entstehungsgeschichte aus mutierten Einzellern beginnt, über Dinosaurier und Fehlentwicklungen weitergeht, den Homo Heidelbergensis ebenso einschließt wie den Homo Australicus und schließlich in der damals aktuellen Zeit der wirtschaftlichen und politischen Starthilfe durch die <s>Besatzer</s> UNO-Friedenstruppen, gestellt durch die Römer, endet. <br />
In diesem Buch wird erstmalig auch erwähnt, dass der durchgeknallte Prediger, der sich als Gottes Sohn ausgab, in Wirklichkeit ein Ergebnis schief gelaufenen Coitus Interruptus war, Maria sich allerdings gegenüber ihrem strengen Vater nicht traute, dies zuzugeben. Da der Alte eh ein wenig schwer von Begriff war, erzählte sie ihm die Story von der unbefleckten Empfängnis, worüber auch Josef ziemlich froh war, hätte er doch mit Steinigung rechnen müssen, zumindest aber mal mit kräftig Aua durch Marias Brüder. Denn die schreckten damals auch nicht vor Ehrenmord zurück. So was soll sich ja bis in die heutige Zeit noch überliefert haben, hört man.Besonderes Augenmerk richtete Kevin-Thomas auch auf die damals aufkommenden Homöopathen, die Heilung durch Verabreichung von Wüstensand empfahlen. Er konnte zweifelsfrei nachweisen, dass die Erfolgsgeschichten allesamt erfunden waren. Denn nur erfolgreich Behandelte können natürlich von den Wundern berichten, die nicht so Erfolgreichen wurden spätestens nach zwei Tagen bestattet, weil sie so seltsam zu riechen anfingen. Beispielsweise der eine Mensch, der sich unachtsamerweise bei seiner Flucht aus dem Schlafzimmer einer verheirateten Römerin, ihr Mann kam gerade vom Nachtdienst heim, während er gerade bei seinem Nachtdienst kommen wollte, barfuß durch die Dornenhecke die Füße verstach. Fortan beanspruchte er für sich den Titel des Lahmen. Und dieser Jesus kam nun und zog einfach die Dornen wieder raus, was der Pienzer selbst nicht wollte. Fragen hätte er auch niemanden können, denn jeder hätte wissen wollen, weshalb er sich die Dornen da so zahlreich eingetreten habe, schließlich seien die ja groß, schmerzhaft und außerdem vermeidbar. Jeder hätte sofort gewusst, was Sache ist, da nur die Römer Rosenbüsche um ihre Häuser pflanzten. Und so kam es eben zu dem Gerücht, Jesus könne Lahme wieder zum Gehen bringen.<br />
<br />
Ähnlich ging es da dem Impotenten, der in Palästina den ganzen Tag nur rumhing. Während Jesus angeblich Lahme zum Gehen bewegte, war es hier eher Maria Magdalena, die Schlaffende wieder zum Stehen brachte. Abgeschaut hatte sie es sich aus einer Papyrusrolle über Wiederbelebung, in der recht ausführlich über das Einblasen von Luft doziert wurde. Und was beim ganzen Menschen funktionierte, sollte doch nicht so schwer bei einem Teil davon zu kopieren sein. Maria Magdalena hatte danach noch lange die Schnauze nicht voll und bekam mehr und mehr Zulauf durch ihre Mundpropaganda, ihrem ersten Patienten aber stand die Behandlung gut. Zu Gesichte. Da man aber nicht wollte, dass Maria Magdalena einen ähnlichen Karriereverlauf wie Jesus haben soollte, damals ahnte man ja noch nicht, wie die Geschichte ausgehen sollte, schrieb man diese Wunderheilungen alle ihm zu. Patriarchalische Welt eben.<br />
<br />
Auch die Speisung der Fünftausend war so eine Sache, die so nicht stattgefunden hatte. Ein Fisch und ein abgerissener Fladenbrot streifen wurden da medienwirksam als Grundlage der Speisung hingestellt, in Wirklichkeit aber, und dafür hat Kevin-Thomas die Originalquittungen vorliegen, wurde Jesus von Nazareth gesponsort, einer Rockgruppe, die ihn damit im Rahmen des Merchandising dazu überreden konnte, ihren Namen mit seinem zu verbinden. So wie Daimler und Chrysler, Fix und Foxi, Waldorff und Astoria, Castrop und Rauxel oder auch Käse von Dü. <i>Brot und <s>Gitarren</s>Spiele</i> war da das Motto, ein Konzept, das man in Rom später übernahm, nicht ohne die Vorgänger von Siegfried und Roy zu implementieren. Katzencontent bringt nämlich Zuschauer.<br />
<br />
Aber wir kommen vom Thema ab. Kevin-Thomas vertrat ja, wie bekannt, die Ungläubigen, diejenigen, die sagen: wenn ich Erfolg habe, liegt es daran, dass ich mich angestrengt habe. Und nicht: da hat mir Gott einen Schubs gegeben. Denn Gott schubst nicht mal so, sollte es sie wirklich geben, Gott hätte viel zu schubsen bei sechs Milliarden Menschen. Ungläubige sagen auch: wenn mir ein Unglück passiert, dann eben, weil ich zu doof war und nicht aufgepasst habe. Oder eben der Idiot nicht aufgepasst hat, der mir ins Auto geklatscht ist. Und sie sagen nicht: das war Gottes Wille, weil ich mir beim letzten Duschen verbotenerweise am Pillermann rumgespielt habe. Oder unzüchtige Gedanken beim Anblick der scharfen Nachbarin aus der Dachwohnung hatte. Das Spielen und die Gedanken sind natürlich, unter Berücksichtigung physischer und psychischer Unterschiede, auch auf weibliche Nichtgläubige anzuwenden. Auch für diese ganzen Geschichten mit "göttlichen Eingebungen", auf die sich so mancher Präsident beruft, haben sie kein Verständnis. Sie sehen das einfach als schwer widerlegbare Argumentation von Menschen, die ihren Willen, sei er auch noch so schräg, unbedingt durchsetzen wollen. Und dabei kann Gott in deren Augen auch schon mal Massenvernichtungswaffen aus dem Wüstensand auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. Oder Wahlmaschinen manipulieren. Oder Finanzkrisen auslösen.<br />
<br />
Die Ungläubigen haben gegenüber den Gläubeigen auch einen weiteren Nachteil: sie bauen keine Häuser zur Anbetung ihres nicht existenten Gottes, da sie ja an keinen oder auch keine glauben. Somit sind sie Schmarotzer, die dem darbenden Baugewerbe nicht die notwendige Aufmerksamkeit und Geldspenden darbringen wie beispielsweise Christen mit ihren Kirchen, Muslime mit ihren Moscheen, Fußballer mit ihren Stadien und Hindus und Buddhisten mit ihren Tempeln. Keine Innenausstatter benötigen sie, keine Orgelbauer, keine Statiker für hohe Türme und große Kuppeln. Ein totaler, wirtschaftlicher Missgriff.<br />
<br />
Und so entschieden sich die römischen Faltentransen, dass solch ein unwirtschaftliches Verhalten gestraft gehört und verbannten kurzerhand diesen wichtigen Teil der Bibel aus den bereits druckreifen Exemplaren. Zensur zur Erhaltung des Spendenflusses.]]></description>
<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 10:13:07 +0100</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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<title>Und Gott schuf</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=18</link>
<description><![CDATA[Den Menschen nach seinem Ebenbild. So steht es geschrieben in der Bibel, dem Märchenbuch für Generationen und dem Leitfaden für eine realitätsfremde Altherrenriege, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, mittels schöner Geschichten und nicht nachzuvollziehender „Wunder“ die einfachen Geister zu bezaubern und so von ihnen das Geld zu bekommen, das sie zur Unterhaltung ihres eigenen Lebensstils benötigen. <br /><br /> Lassen wir einmal beiseite, dass auch diese Herren gewisse, hormonell gesteuerte Wünsche besitzen, die sie im Dunkeln entweder mit käuflichen Damen oder auch mit Schutzbefohlenen ausleben. <br />
<br />
Aber kommen wir zurück auf das Ebenbild. Ist das der Gott, so wie wir ihn uns vorstellen? Ein an sich auf Krawall gebürsteter Gott, der gierig, neidisch, egozentrisch ist? Der seinen Nachbarn nicht in Frieden leben lassen kann, nur weil dieser an etwas anderes glaubt? Der „keine anderen Götter neben sich duldet“, wie es geschrieben steht? Das klingt mir so, wie die Menschheit. Die sich auch dauernd in den Haaren liegt und gegenseitig umbringt. Vielleicht ist es deshalb auch nur ein einziger Gott, weil er derjenige war, der am Schluss übrigblieb. Der Stärkste, Hinterhältigste, Gemeinste von allen. Darwinismus in purster Form. Genau der Darwinismus, der von den Vertetern der Glaubensrichtung so vehement abgestritten wird.<br />
<br />
Ist dieser Gott dann nicht genauso fehlbar wie der Mensch? Und was erdreistet sich dann ein einzelner, alter Mann in weißer Kutte, sich für unfehlbar hinzustellen? Sich auf eine Stufe über denjenigen zu stellen, den er angeblich auf Erden vertritt? Diesen Gott, der egoistisch und machtstrebend ist, weshalb sonst verbietet er den Menschen, vom Baum der Erkenntnis zu essen? Weil sie dann ebenso wissend, erkennend, sehend wie er sind? Weil er dann nur noch „Primus inter Pares“, Erster unter Gleichen wäre und nicht mehr etwas Herausragendes? Und wenn Gott nur gut wäre, würde er nicht dafür sorgen, dass sich die Menschen auch nur gut entwickeln und sich nicht gegenseitig dauernd die Hirnschalen einschlagen?<br />
<br />
Aber nein, dafür hat man, wie Herr wvs so schön schrieb, den Teufel erfunden, der für alles Schlechte zuständig ist. Nur frage ich mich jetzt: wenn Gott allmächtig ist, wie es so schön geschrieben steht und auch gelehrt wird in den Gotteshäusern, wieso lässt er sich dann von so einem Teufel auf der Nase herumtanzen? Ist der Teufel etwa auch allmächtig? So dass Gott nicht gegen ihn ankommt? Oder ist Gott der Teufel selbst und hochgradig schizophren? Dann würde es Sinn machen, dass er nicht gegen den Teufel ankommt, außer, er beginge Selbstmord. Aber angeblich kann Gott ja nicht sterben, also wäre es für ihn sinnlos, Selbstmord zu begehen. Und so muss er mit seinen schizophrenen Anfällen bis in alle Ewigkeit leben. <br />
<br />
Schöne Strafe, das.]]></description>
<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 13:18:24 +0100</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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<title>Das letzte Abendmahl</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=17</link>
<description><![CDATA[Es begab sich aber, dass Jesus sich dachte: nun ist bald Schluss mit lustig.  <br /><br /> Der Verein, den ich gegründet habe, hat inzwischen schon 12 Vorstandsmitglieder, und auch die Zahl der Kleinaktionäre ist doch recht schnell angestiegen. Die Investitionen aber, die wir in die Immobilienhedgefonds in Israel gesteckt haben, erweisen sich als äußerst kritisch, jetzt, da die römischen Besatzungstruppen nicht abziehen wollen. Das kann nicht mehr lange gut gehen, der Index an der jerusalemischen Kamel-, Ziegen- und Lehmhüttenbörse ist schon ziemlich in den Keller gegangen, meine Aktion der Aussetzung des Handels im Tempel damals hat auch schon einige Zähler gekostet. Ich hoffe ja nicht, dass mich die Investoren deshalb ans Kreuz nageln wollen. Aber was mache ich nun mit den Einlagen am besten, bevor die Gläubiger kommen? Ich denke, ich sollte eine Vorstandssitzung einberufen, um die momentane Geschäftssituation zu analysieren, neue Milestones festzulegen und, neben einer neuen Corporate ID, auch noch den Shareholder Value zu definieren und fein herauszuarbeiten.<br />
<br />
Und so geschah es: In einem internen Memo lud Jesus die Vorstandsmitglieder der <i>Christian Housing Association for Oriental Supplies and Terrestrial Rural and Urban Public Partnership Execution</i>, abgekürzt C.H.A.O.S.T.R.U.P.P.E., zu einem Geschäftsessen beim Palästinenser am Eck ein. Als erste Handlung ließ er eine Teilnehmerliste rumgehen, damit er das Essen auch steuerlich absetzen konnte. Er wusste genau, dass dies die letzten Einlagen seiner Aktionäre waren, die er gerade jetzt verprasste. Danach wurde aufgetischt. Vom Feinsten. Getrüffelte Gänseleber, russisch-orthodoxen Kaviar, Shrimps, Fattouch, Salatat Aswad, Labneh, Hommous, Shish Kebap und was die Küche noch so herzugeben wusste. Während des Gelages wurden die neuen Geschäftsziele festgelegt. <br />
<br />
So sollte ein CFO, ein Chief Financial Officer, die Anlegergelder eintreiben. Da man das ganze möglichst steuerfrei kassieren wollte, wurde bestimmt, dass der Sitz des Inkassobüros im Ausland liegen musste. Zur damaligen Zeit, die Welt war noch nicht vollständig entdeckt, waren die Caimans noch ein ziemlich weißer Fleck außerhalb der Landkarte. Auch Liechtenstein bestand nur aus schroffen Berghängen in den helvetischen Alpen, es gab noch nicht einmal einen anständigen Grenzübergang, da es auch noch keine Abgrenzung gab. Also entschied man sich, etwas Brachland im römischen Reich anzukaufen und dort eine Art Botschaft zu errichten. Mit eigenen Gesetzen. Und, das war das Wichtigste, steuerfrei gegenüber der restlichen Welt. Der erste Botschafter, der dort eingesetzt wurde, war ein griechischer Freelancer, Vasili Timotheus Kandaris, der schon erfolgreich die Buchführung bei einem griechischen Olivenöltankerbaron, einem Herrn Onassis, gemacht hatte. Dieser griechische Freelancer war es auch, nach dem die Botschaft benannt wurde. Nun war es zur damaligen Zeit ziemlich teuer, Steinplatten meißeln zu lassen, auf denen der Name der Enklave stand. Und daher entschloss man sich, den Namen abzukürzen. Und so stand dann auf den Schildern nur: Va.Ti.Kan. Aber das sei nur am Rande bemerkt. Allerdings funktioniert das Inkassounternehmen bis heute problemlos, zur Tarnung werden die Einnahmen als "Spenden" deklariert.<br />
<br />
Gegen Ende des Gelages, spät in der Nacht, war Jesus nach Inaugenscheinnahme der Rechnung dann klar, dass dies das letzte Abendmahl war, an dem er und die Jungs teilgenommen hatten. Alle Platten leer, nur noch trockenes Brot und Reste vom Wein waren übrig. Und da kam ihm dann die Idee, dass sich alle an dieses eine Abendmahl erinnern sollten. Er nahm das trockene Brot und sagte den Vorstandsmitgliedern, dass sie bei Ansicht solcher Fladen immer an ihn denken sollten. Bei Schwarzbrot indes an Barack Obama und bei Weißbrot an Eminem. Was allerdings die Jungs, so angesoffen wie sie waren, schnell wieder vergaßen. Dann schenkte er den letzten Roten aus und wiederholte sein Sprüchlein, wobei ihm allerdings für Weißwein und Rosé selbst keine Vergleiche mehr einfielen.<br />
<br />
Kurz darauf kam dann die Steuerbehörde vorbei und machte den Laden dicht, verhaftete ihn als Vorstandsvorsitzenden und verurteilte ihn zu einer Kreuzfahrt. Oder so. <br />
Heutzutage kann das nicht mehr passieren, da öffentliche Kreuzigungen verboten sind. Dafür werden die Angeklagten dann großzügig abgefunden und müssen mit dem psychischen Druck als Strafe leben, die ganze Abfindung wieder auszugeben.]]></description>
<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 10:10:44 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Die Geschichte von den boesen Islamisten</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=16</link>
<description><![CDATA[Eigentlich ist es ja unglaublich. Da spielen einige Halbintelligente mit den Aengsten der Menschen, weil sie wissen, dass die Menschen, mit deren Aengste sie spielen, noch viel weniger wissen. <br /><br /> <b>Unter den Blinden ist der Einaeugige Koenig</b><br />
<br />
Das ist wohl so die Situation. Nun, vergleicht man einmal in persoenlichen Gespraechen zwischen Muslimen und Christen die Positionen der entsprechenden Kirchen beziehungsweise Glaubensrichtungen, so stellt sich recht schnell heraus, dass beide aus den selben Wurzeln wachsen. In beiden Religionen ist das Toeten eines Menschen Suende, in beiden Religionen wird Diebstahl als Straftat gesehen. Lediglich in der Ausfuehrung der Bestrafung geht man unterschiedliche Wege.<br />
<br />
Beiden Religionen liegt eine Achtung vor dem grossen Boss zu Grunde, beide Religionen sind aus Naturreligionen hervorgegangen. Wieso verneigen sich sonst Muslime gen Osten, waehrend in christlichen Kirchen der Altar immer in Ostrichtung aufgebaut ist? Und wie haengt das mit der Anbetung der aufgehenden Sonne, die ja Leben spendet durch ihre Waerme, Wachstum und Ernte ermoeglicht, zusammen?<br />
<br />
Beide Religionen tragen in ihren Urspruengen dazu bei, dass Frauen sich zu verhuellen haben. Wahrscheinlich, um Entfuehrungen vorzubeugen. Aus fruehzeitlicher Sicht verstaendlich. <br />
Kann  mir mal irgendjemand sagen, ob Maria, als Mutter des Jesu, auf irgendeinem Bild mit offenem haar gezeigt wird? Oder traegt sie immer ein Kopftuch?<br />
<br />
Na ja, jedenfalls traegt fehlendes Wissen der anderen Religion sehr dazu bei, dass man frueh sich auf eine Meinung einschiesst und nur seine eigene Religion als gut erachtet.<br />
<br />
Auf beiden Seiten.]]></description>
<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 15:04:05 +0100</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Der Moses-Zwischenfall - Aposthologische Korrektur</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=15</link>
<description><![CDATA[Aufgrund einer Hungersnot war ja damals Jakob aus Israel - obwohl das damals noch nicht so hieß - aufgebrochen und hatte sich in Ägypten niedergelassen. Da zu der damaligen Zeit, wie auch heute noch, Ressentiments gegen Ausländer herrschten, wurden die Gastarbeiter erst einmal anständig unterdrückt. Speziell, nachdem bekannt wurde, dass sie sich stärker vermehrten als die Einheimischen. Man befürchtete ein neues Kreuzberg in Ägypten.<br />
<br />
Konsequenterweise, und das wiederholt sich seit dem in der Geschichte, wurden Geburtenkontrollen eingeführt. Somit durften Ausländer, wenn überhaupt, nur Mädchen bekommen. Jungs mussten direkt nach der Geburt getötet werden. Das Prinzip dahinter war einfach und wird, seitens verschiedener Religionen, heute noch verfolgt. Also nicht das Töten von Babys, aber der Fakt, dass der Mann, wenn er heiratet, die Religion der Familie bestimmt, nämlich die Glaubensrichtung, der er selbst angehört. Wer indes nur Töchter hat, kann sich ausrechnen, dass die eigene Religion recht schnell den Bach runtergeht.<br />
<br />
So also auch in Ägypten. Die Israeli durften also nur noch als Büchsenmacher unterwegs sein. Nun bekam allerdings eine Frau einen Jungen, der der Euthanasie entkam. Mangels Babyklappe wurde der Knabe per Babyboot ausgesetzt und trieb einem neuen Leben entgegen.<br />
<br />
Die Tochter des Pharao fand das Treibgut, und da sie tierlieb eingestellt war, nahm sie das Päckchen auch gleich mit. Der Zwerg wurde im Palast aufgezogen und Moses genannt. <br /><br /> Irgendwann kam Moses mal auf den Trichter nachzuforschen, wer eigentlich seine Eltern waren. Schließlich sah er ein wenig anders aus als der Sohn des Pharao. Vielleicht wie der Briefträger? <br />
<br />
Es stellte sich heraus, dass er ein Ausländer war und zusätzlich eine heilige Aufgabe hatte. Unter diesen Umständen hätte ihn ein damaliger Herr S. bestimmt gleich als Terrorverdächtigen geschnappt und auf unbestimmte Zeit in Schutzhaft nehmen lassen. Aber damals gab es noch keine gummibereiften Rollstühle. Und Guantanamo harrte auch noch der Entdeckung.<br />
<br />
So machte sich also Moses beizeiten auf, um auf den Berge Sinai hinaufzukraxeln, um dort oben von Frau Gott die X Gebote zu erhalten. X war dabei ein Platzhalter, den die Römer fälschlicherweise in "10" übersetzten, keine Ahnung von Algebra eben. Aber das mit den X Geboten behandeln wir später.<br />
<br />
Jedenfalls kam da noch die Geschichte mit dem Ausziehen. Jetzt nicht Moses als Gründer der Chippendales, sondern die große Völkerwanderung der Israeliten in das heutige Israel. Das war vielleicht ein logistisches Ereignis. Selbst ein Meer musste sich der Macht beugen und leerebben. Aber bevor diese Landflucht einsetzte gab es erst mal Terror.<br />
<br />
Das kennen wir ja heute noch. Nur ist da der Terror meist, weil niemand der beteiligten Parteien ausziehen oder sich verkrümeln will. Nordirland, Nahost (ok, das hält sich jetzt wie Schweißgeruch in einem Polyesterhemd), Amerika, eigentlich überall. Vielleicht nicht in der Antarktis, aber da ist es ja eh zu kalt zum Nachschauen.<br />
Jedenfalls machte sich Moses auf, um mit seinem Volk auszuziehen in ein besseres Land. Damals gab es noch kein Asyl- und Einwanderungsgesetz, das ihm dies verwehrt hätte, aber es gab ein Auswanderungsgesetz, das Sklaven, und das waren die Hebräer nun mal, das Auswandern verbot. Wo kämen wir denn hin, wenn man seine Arbeitskräfte einfach ins Ausland verlagerte? Aus begreiflichen Gründen fanden das die Hebräer ungerecht und doof. Nun hatten sie durch Zufall einen guten Draht zu Gott, wahrscheinlich war Gott damals Mitglied in so einer Strickbloggerinnengruppe oder öfter mal für Falafel in Kairo. Ergebnis war, dass Gott sich auf die Seite der Hebräer stellte und den Ägyptern mal ein paar Plagen um die Ohren schlug. <br />
<br />
Anfangen tat sie mit der Auswaschung von eisenoxydhaltigem Material im Nil, das eine Umweltkatastrophe auslöste. Im blutroten Wasser trieben die toten Fische. Ganz wie in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts im Rhein geschehen. Und bei kleineren Zwischenfällen in Basel immer noch. Aber die Regierung, wie in den meisten Fällen, ließ sich nicht beirren.<br />
Im zweiten Schritt folgte eine Überpopulation von Fröschen, da die im Wasser verendeten Fische den Froschlaich nicht rechtzeitig dezimiert hatten.<br />
Dritter Schritt war, nachdem die Frösche verendet waren, eine ebenfalls aus dem gestörten Ökogleichgewicht hervorgehende Stechmückenplage. Gefolgt von einer Stechfliegenplage.<br />
Diese verursachten eine Infektion des Viehs, welches darauf starb. Als Viehpest ging dies in die Geschichte ein. Verwesende Kadaver sorgten für weitere Krankheiten, die in der Folge als Blattern interpretiert wurden. Danach noch ein wenig Hagel, Heuschrecken, Finsternis und Säuglingssterben, und schon war der Weg frei.<br />
<br />
Als Wegmarke ihres Auszugs diente ihnen ein Meteoriteneinschlag, anhand dessen Rauch- und Feuersäule sie sich orientierten. <br />
tbc.]]></description>
<pubDate>Mon, 13 Aug 2007 18:15:33 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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</item>
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<title>Zwischen- und Nachschöpfungen - aus dem apathischen Archiv</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=14</link>
<description><![CDATA[Es begab sich aber, dass Gott in ihrer grenzenlosen Schaffenskraft noch einiges Anderes als das in der Bibel Beschriebene schöpfte. Da allerdings die Menschheit zu diesem Zeitpunkt noch nicht den vollen Durchblick hatte, Newton sollte schließlich erst mehr als anderthalbtausend Jahre nach Jesus die Geschichte mit dem vom Baum der Erkenntnis fallenden Apfel in Erdbeschleunigung haben, wurden einige Teile vorsätzlich weggelassen.<br />
<br />
Darunter fiel die Schöpfung mehrerer schwarzer Löcher im Universum, denn auch Gott benötigte, wie der durchschnittliche PC-User heutzutage, einen Mülleimer auf der Desktopoberfläche, allerdings ohne Undo-Funktion. Einige missratene Entwürfe viereckiger Planeten verschwanden dort, ebenso Farbentwürfe von Sonnen, die nicht mehr in die aktuelle Kollektion passten.<br />
<br />
Aus einem dieser schwarzen Löcher bastelte Gott dann auch noch ein Sommerloch, das zur Aufnahme unwichtiger Informationen für die schaffensfreie Zeit diente.<br />
Und ein Ozonloch ebenfalls, als Präventivmaßnahme gegen aufmüpfige Planetenbewohner.<br />
<br />
Gott schuf allerdings auch Dinge wie die Relativitätstheorie, die die Zeit, abhängig von der Helligkeit, unterschiedlich schnell vergehen lässt. Und dafür sorgt, dass Afrikaner im Ausgleich dazu sich zur Kompensation extra langsam bewegen.<br />
<br />
Oder Schokolade als Grundnahrungsmittel, stellte die Versuche allerdings ein, als die göttliche Unterhose im Schritt zu kneifen begann.<br />
<br />
Daneben noch einen Sack an fiesen Krankheiten, um denen den Rest geben zu können, die das Ozonloch überlebten. Aber das wird ja in der Bibel nicht erwähnt. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Wed, 01 Aug 2007 14:53:13 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Das babylonische Sprachgewirr - apathologische Übersetzung</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=13</link>
<description><![CDATA[Während sich in allen Ecken und Enden der Welt die Menschen, unbeeindruckt vom letzten Meteoriteneinschlag, der auch unter dem Namen "Arche-Noah-Armageddon" bekannt wurde, wie die Karnickel vermehrten, mussten sie sich dafür ja auch irgendwie unterhalten. Denn: <br /><br /> <i>Wer f**en will, muss freundlich sein</i>, heißt es ja. Und dafür ist so eine ausgefeilte Sprache recht hilfreich. <i>"Ich Tarzan, du Jane, wir bumm-bumm"</i> geht vielleicht beim ersten Mal, oder bei einer geistig recht verschonten Jane mehrfach, aber die Frauen der damaligen Zeit stellten schon recht hohe Ansprüche.<br />
<br />
Nun stellte sich allerdings bei einigen Nomadenvölkern heraus, dass die Damen anderer Gegenden so gar nichts mit den Anbandelungssprüchen der fremden Herren anfangen konnten, mangels Sprachkenntnissen. Zwar war die grobe Zielrichtung der Ansprache klar, nachdem die Herren ihren verbalen Ergüssen eindeutige Taten folgen ließen, dennoch musste dieser unverständliche Zustand der Mitwelt erklärt werden. Denn nicht gerade wenige Weltreisende der damaligen Zeit verloren dank ihrer Libido im besten Fall ein Ei, im schlimmsten aber ihr Leben.<br />
<br />
Man kam nun darauf, das Ganze mit einer Geschichte um <s>versteckte Massenvernichtungswaffen</s> einen Turmbau zu kaschieren. Babel sollte die Stadt sein, in der die Menschen ihren ersten Anlauf zur Erstellung eines World Trade Centers nahmen. Aber, wie es bei einem solchen Projekt immer ist, man verstieg sich immer wieder in Diskussionen und Babbeleien. Hier ein Dachreiter, dort gotische Fensterbögen, aber das harmonisiere nicht mit der offenen, lichtdurchflutenden Architektur, ein weiterer Architekt wollte eigentlich einen Lehrter Bahnhof, man sprach und redete durcheinander, und niemand hörte dem anderen zu. <br />
<br />
Hieraus schöpfte man nun den Begriff der <i>babylonischen Sprachverwirrung</i>, die auch heutzutage immer wieder in Chefetagen auftritt. Speziell, wenn Berater mit im Spiel sind. Denn diese raten eben nur, was die Chefs denn eigentlich gesagt haben wollten, formulieren dies in nette, unverständliche Schachtelsätze um, bauen eine kleine Powerpointpräsentation außen herum und verkaufen das dann als ihre eigene, teure Idee.<br />
<br />
Und somit machte sich Gott auf, bahnbrechende Inhalte zu generieren und sich selbst in neuen Konzepten wiederzufinden...]]></description>
<pubDate>Thu, 19 Jul 2007 16:29:20 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Die große Flut - Noahs Riverboatshuffle</title>
<link>http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=11</link>
<description><![CDATA[Die Jahre gingen ins Land und die Menschen vermehrten sich wie die Karnickel. Gott hatte zwar mal einen Spruch in Richtung "Seid fruchtbar und mehret euch" losgelassen, aber nicht damit gerechnet, dass die Menschen sich auch wirklich so penetrant daran hielten. Außerdem hatten sie wohl legasthenische Anfälle, denn sie waren wohl auch furchtbar. <br />
<br />
Immer wieder gab es Zankereien und Kriege, meist ausgelöst durch Neid und Gier. Andere Länder, andere Frauen, mehr Vieh, Lebensraum im Osten, größeren Einfluss, dickere Eier. Alles Gründe genug für die Menschheit, mal wieder schnell einen Krieg vom Zaun zu brechen und sich gegenseitig niederzumetzeln. "Gut", dachte sich Gott, "mit den Kriegen kriegen die ja ihre Anzahl schon geregelt, diejenigen, die nachgeboren werden, sind zwar nicht intelligenter als ihre Vorfahren, jedoch aber auch zahlenmäßig nicht so viele, dass ich mit einer Überbevölkerung rechnen muss." Nun hatte Gott allerdings nicht damit gerechnet, dass manche der von ihr erschaffenen Menschen über eine geradezu göttliche Libido verfügten, da war ihr bei der Verteilung von Intelligenz und Libido der Löffel wohl einmal zuviel ins falsche Töpfchen geraten.<br />
<br />
Und so geschah es, dass es Ecken auf der noch recht unentdeckten Welt gab, die ziemlich schnell von einer Menge Menschen beansprucht und bewohnt wurden. Nur waren diese Menschen zu blöde, sich einmal per Schiff auf den Weg zu machen, um beispielsweise Amerika zu entdecken. Und weil es so viele waren, wir kennen das ja von den Stränden in Spanien, Frankreich und Italien im August, hörten die Streitereien dort auch nie auf.<br />
<br />
Nun war Gott allerdings von der Schöpferei der vergangenen mehreren hunderttausend Jahre und den ewigen Auseinandersetzungen mit den Nachkommen von Adam und Eva ein wenig müde geworden und wollte sich zum Mittagsschläfchen hinlegen. Kaum hatte sie sich zum Matratzenhorchdienst aufgemacht, ging das Gezetere auf der Erde los. "Mein Haus, mein Auto, meine Yacht, meine Frau, mein Sohn, meine Tochter...", das ganze Programm eben. Tausendfach, immer wieder die gleiche, alte Leier. Dazwischen dann noch die Schlägereien, das Hauen und Stechen und das Geschrei, wenn es mal wieder ein wenig <i>zu</i> arg wurde.<br />
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"Ich kann so nicht arbeiten!", fluchte Gott und lehnte sich aus dem Fenster. "Ruhe da unten! Ruhe jetzt, oder ich schicke die Cherubim!" <br /><br /> Scheißedeckele, die Menschheit pfiff ihr was und machte einfach weiter. Ich meine, was kann denn so eine Gott auch ausrichten, wenn man dem frechen Nachbarn erst einmal die Vorstufe zur Zahnarztbehandlung einrichten muss, oder?<br />
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Gott wurde daraufhin fuchsteufelswild und fuchtelte mittels göttlichem Spazierstock aus dem Fenster heraus. Dabei traf sie zufällig eines der Bruchstücke, die von den damaligen Experimenten in Sachen <a href="http://dasnagelneuetestament.blogg.de/eintrag.php?id=5">Mond</a> noch am Himmel herumsausten. <b>TONK</b> machte es, und das ziemlich große Bruchstück machte sich auch gleich aus der Umlaufbahn auf den Weg in den Anziehungsbereich der Erde.<br />
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Und jetzt kommt Noah ins Spiel.<br />
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Noah, das war so ein Abgedrehter. Keiner konnte ihn so richtig leiden, den Freak. Noah hatte nämlich die Angewohnheit, durch ein Rohr zu gucken. Kleine, geschliffene, durchsichtige Steine hatte er in das Rohr eingesetzt und schaute damit nachts in den Himmel. Oder beis Nachbars durchs Schlafzimmerfenster, aber nur, wenn seine Frau ihn nicht sah und die Nachbarin sich gerade umzog. <i>Fernrohr</i> nannte er seine Erfindung, und wirklich, fern schien sein Verstand in den Augen der anderen zu sein, wenn er das Rohr benutzte.<br />
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Nun fiel Noah natürlich auf, dass sich da am Firmament etwas verändert hatte. Einer der hellen Flecke, die da als Sterne herumfunkelten, hatte seine Position geändert und wurde nun von Nacht zu Nacht heller und größer. "Das ist nicht gut", dachte Noah, "echt nicht gut. Das wird wohl ein Problem geben." Und er begann, sich Gedanken zu machen. Da er offensichtlich einen an der Waffel hatte und daher ein wenig außerhalb wohnte, fiel es auch niemandem so richtig auf, als Noah anfing, ein Schiff auf Kiel zu legen. Richtig schick, mit Spanten, Beplankung, Ruder und Mast. Eben so allem, was dazugehört. Es hätte Noah auch nichts ausgemacht, wenn ihn die Leute weiterhin als Spinner abgetan hätten, war doch das Meer einige zig Kilometer entfernt.<br />
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Jedenfalls schaute er sich noch mal die Menschen, speziell seine Nachbarin durchs Fernrohr, an und erkannte, dass sie ihm nur Ärger machen würden, ließe er sie an seiner Rettungsaktion partizipieren. So entschied er sich, lediglich die Tiere mitzunehmen, damit wenigstens die das kommende Desaster überleben könnten. Und somit wurde Noah der erste WWF-Aktivist der Erde.<br />
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Man muss zugeben, es bereitete Noah schon einige Schwierigkeiten, die Tiere ihren Käfigen zuzuordnen. Einige Schafe musste er recht schnell ersetzen, denn irgendwie vertrugen sie sich nicht so gut mit den Wölfen im selben Kabuff. Aber noch hatte er ja Auswahl. Ich schätze mal, dass damals die Zahl der bekannten Tiere sowieso um ein vielfaches geringer war als heute, und somit wird Noah nur die für ihn notwendigsten Viecher eingepackt haben. Ein paar Esel, Rinder, Schafe, Ziegen, Hühner und Gänse. Da er im Nahen Osten lebte, waren Schweine nicht vorgesehen, ihr Fleisch verdarb nach Schlachtung zu schnell, so dass man sie später, als die Religion erfunden wurde, als <i>unrein</i> brandmarkte.<br />
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Jedenfalls kam dann der Tag, da der Komet die Atmosphäre der noch relativ jungen Erde durchbrach und mit einem Höllenlärm und riesigem Feuerschweif ins östliche Mittelmeer krachte. Tonnen von Meerwasser verdampften innerhalb von Sekundenbruchteilen und bildeten immense Wolkenfelder, die durch den Luftdruck des Einschlags übers Land getrieben wurden. Gleichzeitig erhob sich ein riesiger Tsunami und spülte im Umkreis mehrerer Tausend Kilometer alles fort. Atlantis als eine der ersten, fortschrittlichen Städte, wurde komplett zerstört. Es gab fast keine Überlebenden in den besiedelten Küstengebieten, und selbst Noah, abseits im Hinterland, konnte von Glück sagen, dass der Tsunami ihn nicht erreichte. Stattdessen regneten sich die verdampften Wassermassen über den Randgebieten des Tsunami ab und sorgten für heftigste Überschwemmungen. Und Noah mit seinem Schiffchen mittendrin. Gut, dass es damals noch keine <a href="http://pathologe.blogg.de/eintrag.php?id=221">Unternehmensberater</a> gab. Sonst wäre, neben Atlantis, auch von Noah nicht viel übrig geblieben. Außer einer Sage.<br />
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So kam es aber, dass just am vierzigsten Tage nach den sintflutartigen (ah, daher kommt der Ausdruck!) Regenfällen sich das Wetter besserte und - KRACKS - Noah mit seiner Arche an einem Berg hängenblieb. Mitten in der Türkei. Also schickte Noah einen Raben los, ihm einen Döner zu besorgen, falls dies nicht nur eine Sandbank sei, auf der er festsaß. Nun, wie Raben so sind, kam er nicht mit dem Döner zurück, sondern ließ sich ihn erst einmal selbst munden. Nach dem hervorragenden Mahl hatte er allerdings seinen Auftrag vergessen und rabelte lieber noch einmal zum Mülleimer, ob da nicht noch mehr zu finden sei.<br />
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Also schickte Noah eine Taube los, die auch mit einem Ölbaumzweigchen zurückkam. Ein Zeichen für Noah, dass das Land wieder besiedelbar sei. Und ein Zeichen, welchen Schwachsinn die Schreiber in der Bibel hinterlassen haben. Denn welcher Baum überlebt unbeschadet 40 Tage unter Wasser? Ergo muss es damals nicht überschwemmte Gebiete gegeben haben.<br />
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Noah jedenfalls siedelte in der trockenen Gegend auf dem Ararat und erfand die erste Sternwarte. Denn dort, hoch oben auf dem Berg und über der doch ziemlich nervenden Wolkendecke war das Beobachten des Himmels um Einiges einfacher als unten im Tal. Nur, dass jetzt halt keine nette Nachbarin mehr in sein Blickfeld geriet.]]></description>
<pubDate>Sat, 30 Jun 2007 15:20:00 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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<title>Die Sache mit Adam und Eva</title>
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<description><![CDATA[Wie wir ja bereits wissen, hatte sich Gott nur Ärger mit Adam und Eva eingehandelt. Das ging schon mit der Nörgelei Adams los, er möge doch auch etwas zum Spielen haben, und setzte sich über die Radikalernte des Schokoladenbaums bis hin zur Entstehung modischer Fragen und der Ausweisung aus dem Paradies fort.<br />
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Nun mussten sich also Adam und Eva in der Welt um sie herum zurechtfinden. Nichts mehr mit Früchten, die einem überall einfach so zur Verfügung standen, keine fertigen Schnitzel mit Pommes oder Veganerschnitten. Selbst Kleidung musste Eva selbst entwerfen und sich das Nähen beibringen. Für Adam war der Verlust des abendlichen Bieres und des Fernsehers mit der Übertragung der himmlischen Fußballliga das Schlimmste. <br />
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Und so kam es, dass er sich eben vermehrt mit Eva beschäftigen musste. Das machte ja auch irgendwie Spaß, aber irgendwann fing Eva an, Kopfschmerzen zu haben. Und irgendwie wuchs auch ihr Bauch immer mehr und glich sich Adams Bierwampe an. <br />
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Es dauerte kein dreiviertel Jahr, da bekam Eva ihr erstes Kind. Einen Knaben. Adam wiegelte erst einmal ab, der Vater zu sein, aber in Ermangelung eines Postboten, dem er dies in die Schuhe schieben konnte, musste er sich mit der Situation des Vaters abfinden. "Wie nennen wir denn nun unser Kind?", wollte Eva wissen. "Kain Schimmer", antwortete Adam, und hatte somit unwissentlich den ersten Nachnamén erfunden. Und so kam es, dass Familie Schimmer ihren ersten Sohn "Kain" rief.<br />
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Ein paar Jahre darauf hatte Adam wieder mal Pech mit den Schafsdärmen, die er als empfängnisverhütendes Mittel nutzte. Irgendwie musste der Knoten am Ende aufgegangen sein. Und so wurde Eva zum zweiten Mal schwanger. Mit all den bekannten Nebenwirkungen, so dass Adam flugs saure Gurken, Nussnougatcreme, Popcorn und Kartoffelchips erfinden musste. Und wieder war es ein Sohn, der geboren wurde. "Guck mal", rief Adam, als er des zweiten Sohnes ansichtig wurde, "der hat ja auch 'n Nabel!" Im Krakeelen des Zweitgeborenen ging das ein wenig unter, so dass Eva "der heißt ja auch Abel" verstand. Und so ward Abel geboren.<br />
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Wir wissen ja, dass die paradiesischen Zustände schon eine Weile vorbei waren, daher mussten Adam, Eva und ihre beiden Jungs sich kräftig selbst um ihr Leben kümmern. "Den Gürtel enger schnallen", "Sich nicht in der sozialen Hängematte ausruhen", "Jedes Arbeitsangebot annehmen" heißt das heute. Daher vertiefte sich Kain in die Bereiche des Ackerbaus, baute unter anderem Hanf und Mohn an und rauchte ab und zu eine Selbstgedrehte. Das machte ihn irgendwie glücklich. Abel indes hatte mehr Beziehungen zu den Schafen und Ziegen aufgebaut, und es kam vor, dass er sich manchmal eines schnappte und mit ihm hinter den Büschen verschwand. "Vieh<strike>un</strike>zucht" nannte er das.<br />
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Jedenfalls dachten sich die Jungs "Unsere Eltern haben es bei diesem Gott ja ziemlich verschissen. Hätten sie sich mal nicht so doof angestellt, dann müssten wir jetzt nicht malochen wie die Brunnenputzer", und sie beschlossen, zu Ehren Gottes ein kleines Wettgrillen zu veranstalten. <i>Opfer</i> nannten sie das, denn Grillen war noch nicht erfunden, lediglich die kleinen, nervigen Insekten gleichen Namens gab es bereits.<br />
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Nun war Gott ja kein Kostverächter, und als ih<strike>m</strike>r da der Geruch leckerer Lammkoteletts, Würstchen und Grillfackeln durch die Nase zog, da fand sie das schon nicht schlecht. Abel war auch wirklich ein Grillmeister unter dem Herrn, und das geopferte Lamm hatte sich sowieso vorher geweigert, mit hinter dem Busch zu verschwinden. Kain indessen hatte nur Feldfrüchte vorzuweisen, also veranstaltete er Mädchengrillen, fettfrei, kalorienarm und langweilig. Alufolie zum Kartoffeln einwickeln war noch nicht erfunden, auch die anderen Feldfrüchte, die er ins Feuer warf, zogen es vor, unter ziemlicher Rauchentwicklung sich in Kohlestücke der ungenießbaren Art zu verwandeln. Gott fand das nun nicht so überragend, zumal der Rauch ziemlich in den Augen biss und den göttlichen Blick zum Tränen brachte.<br />
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"Das macht doch kain Sinn", versuchte Gott den Jungen davon abzubringen, weiterhin auf dem Feld zu zündeln, "nimm wenigstens Kaffeebohnen oder ein Schnitzel!" Aber Kain hatte keine Lust auf leckeres, italienisches Nationalgetränk und auf Schnitzel als Vollwertvegetarier sowieso nicht. Er geriet ein wenig aus der Fassung und scheuerte erst mal Abel eine. Der schrie: "Was soll denn das, du Bauer?" und langte ihm eine zurück. Ein Wort gab das andere, und plötzlich gingen sie mit ihrem Grillbesteck aufeinander los. Irgendwie musste dabei Abel unglücklich mit der Hackenspitze Kains in Berührung gekommen sein, denn plötzlich lagen er und Teile seines Körpers, die besser im Inneren aufgehoben schienen, einfach bewegungslos rum. "Au Backe", dachte sich Kain, "das sieht jetzt aber mal  suboptimal aus." Und nachdem Abel sich auch innerhalb der nächsten Stunden nicht mehr bewegte und in der Sonne anfing, so komisch zu riechen, verbuddelte ihn Kain erstmal. Die Engländer übrigens schöpften hier ihr erstes englisches Wort, denn Kain hatte seinen Bruder ja irgendwie <i>disabled</i>.<br />
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Gott hatte sich inzwischen um eine andere Ecke der Welt kümmern müssen, denn schließlich hüpften da ja noch die modifizierten Affen durchs Gelände. In Ägypten begannen sie mit dem Bau von Pyramiden, im Ruhrgebiet besiedelten sie in der Nähe von Düsseldorf das Neandertal, und einige von ihnen hatten sich auf ins ferne Australien gemacht, das durch den Kontinentaldrift noch nicht ganz unerreichbar geworden war. Hier und da musste Gott noch ein wenig eingreifen, ein wenig Überschwemmungen oder Erdrutsche inszenieren und in der Eifel einige Vulkane ausbrechen lassen, so dass sich die Neuzeitmenschen nicht allzu wohl fühlten und übermütig wurden.<br />
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Nun kehrte sie zurück zum Grillplatz und fand plötzlich nur noch einen Wettbewerbsgriller vor. "Ey, was is konkret mit dein Bruder, Alda?", wollte Gott wissen, der die Sache komisch vorkam. "Was weiß isch net, ey, bin isch Hüter von die krass abgedreht Loser, ey?", antwortete Kain. Gott dachte einen Moment nach, sah ein, dass sich eine weitere Diskussion auf dieser Sprach- und Intelligenzebene nicht lohnte, und wandte sich wieder anderen Dingen zu.<br />
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Und seit dem ist es so, dass <strike>Bauern</strike> Ackermänner straffrei ausgehen, egal, was sie auf dem Kerbholz haben. Es zieht sich durch die Geschichte, dass die Nachkommen von Adam und Eva immer wieder Krach, Unfrieden und Schwierigkeiten verursachen, aber niemals dafür belangt werden. Und damit auch noch durchkommen, oder?<br />
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<b>Anmerkung</b><br />
Interessant ist es, dass in der Bibel im folgenden davon geschrieben wird, dass Kain sich zwei Frauen nahm und mit diesen Kindern bekam. Es fehlt nur der Hinweis, wo diese Frauen denn herkamen? Denn Gott schuf ja lediglich Adam und Eva, deren Kinder waren Kain und Abel. Sollten Adam und Eva etwa auch noch unerwähnte Töchter bekommen haben? Waren also Kains Frauen seine Schwestern und wir haben es hier mit den ersten Fällen von Inzucht zu tun? Bislang habe ich noch keinerlei Erläuterung zu diesem Sachverhalt gehört.<br />
<b>Ende der Anmerkung</b> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 12:17:01 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pathologe</dc:creator>
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