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Samstag, 31.01.2009

Der Auszug aus Aegypten

ist es nicht gerade. Aber der Auszug aus blogg.de

Die weiteren Geschichten (und bitte auch dort kommentieren, natuerlich ausgenommen das Spammerpack) finden sich jetzt hier.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 14:46 in Dritter Teil | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden

Donnerstag, 22.01.2009

Das vergessene Buch

Eigentlich ware die Bibel ja um Einiges dicker, hätten die katholischen Knierutscher nicht damals, im Mittelalter, einfach einige Seiten rausgerissen und auf immer und ewig verbannt. Schon damals war es teuer, Mönche zum Abschreiben der Geschichten und Märchen zu knechten, aber auch in Zeiten ders ersten Buchdruckes schaute man aufs Geld.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 10:13 in Dritter Teil | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden

Mittwoch, 07.01.2009

Und Gott schuf

Den Menschen nach seinem Ebenbild. So steht es geschrieben in der Bibel, dem Märchenbuch für Generationen und dem Leitfaden für eine realitätsfremde Altherrenriege, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, mittels schöner Geschichten und nicht nachzuvollziehender „Wunder“ die einfachen Geister zu bezaubern und so von ihnen das Geld zu bekommen, das sie zur Unterhaltung ihres eigenen Lebensstils benötigen.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 13:18 in Erster Teil | 1 Kommentar | TrackBack (0) | versenden

Samstag, 25.10.2008

Das letzte Abendmahl

Es begab sich aber, dass Jesus sich dachte: nun ist bald Schluss mit lustig.

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Mittwoch, 05.03.2008

Die Geschichte von den boesen Islamisten

Eigentlich ist es ja unglaublich. Da spielen einige Halbintelligente mit den Aengsten der Menschen, weil sie wissen, dass die Menschen, mit deren Aengste sie spielen, noch viel weniger wissen.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 15:04 in Dritter Teil | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden

Montag, 13.08.2007

Der Moses-Zwischenfall - Aposthologische Korrektur

Aufgrund einer Hungersnot war ja damals Jakob aus Israel - obwohl das damals noch nicht so hieß - aufgebrochen und hatte sich in Ägypten niedergelassen. Da zu der damaligen Zeit, wie auch heute noch, Ressentiments gegen Ausländer herrschten, wurden die Gastarbeiter erst einmal anständig unterdrückt. Speziell, nachdem bekannt wurde, dass sie sich stärker vermehrten als die Einheimischen. Man befürchtete ein neues Kreuzberg in Ägypten.

Konsequenterweise, und das wiederholt sich seit dem in der Geschichte, wurden Geburtenkontrollen eingeführt. Somit durften Ausländer, wenn überhaupt, nur Mädchen bekommen. Jungs mussten direkt nach der Geburt getötet werden. Das Prinzip dahinter war einfach und wird, seitens verschiedener Religionen, heute noch verfolgt. Also nicht das Töten von Babys, aber der Fakt, dass der Mann, wenn er heiratet, die Religion der Familie bestimmt, nämlich die Glaubensrichtung, der er selbst angehört. Wer indes nur Töchter hat, kann sich ausrechnen, dass die eigene Religion recht schnell den Bach runtergeht.

So also auch in Ägypten. Die Israeli durften also nur noch als Büchsenmacher unterwegs sein. Nun bekam allerdings eine Frau einen Jungen, der der Euthanasie entkam. Mangels Babyklappe wurde der Knabe per Babyboot ausgesetzt und trieb einem neuen Leben entgegen.

Die Tochter des Pharao fand das Treibgut, und da sie tierlieb eingestellt war, nahm sie das Päckchen auch gleich mit. Der Zwerg wurde im Palast aufgezogen und Moses genannt.

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Mittwoch, 01.08.2007

Zwischen- und Nachschöpfungen - aus dem apathischen Archiv

Es begab sich aber, dass Gott in ihrer grenzenlosen Schaffenskraft noch einiges Anderes als das in der Bibel Beschriebene schöpfte. Da allerdings die Menschheit zu diesem Zeitpunkt noch nicht den vollen Durchblick hatte, Newton sollte schließlich erst mehr als anderthalbtausend Jahre nach Jesus die Geschichte mit dem vom Baum der Erkenntnis fallenden Apfel in Erdbeschleunigung haben, wurden einige Teile vorsätzlich weggelassen.

Darunter fiel die Schöpfung mehrerer schwarzer Löcher im Universum, denn auch Gott benötigte, wie der durchschnittliche PC-User heutzutage, einen Mülleimer auf der Desktopoberfläche, allerdings ohne Undo-Funktion. Einige missratene Entwürfe viereckiger Planeten verschwanden dort, ebenso Farbentwürfe von Sonnen, die nicht mehr in die aktuelle Kollektion passten.

Aus einem dieser schwarzen Löcher bastelte Gott dann auch noch ein Sommerloch, das zur Aufnahme unwichtiger Informationen für die schaffensfreie Zeit diente.
Und ein Ozonloch ebenfalls, als Präventivmaßnahme gegen aufmüpfige Planetenbewohner.

Gott schuf allerdings auch Dinge wie die Relativitätstheorie, die die Zeit, abhängig von der Helligkeit, unterschiedlich schnell vergehen lässt. Und dafür sorgt, dass Afrikaner im Ausgleich dazu sich zur Kompensation extra langsam bewegen.

Oder Schokolade als Grundnahrungsmittel, stellte die Versuche allerdings ein, als die göttliche Unterhose im Schritt zu kneifen begann.

Daneben noch einen Sack an fiesen Krankheiten, um denen den Rest geben zu können, die das Ozonloch überlebten. Aber das wird ja in der Bibel nicht erwähnt.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 14:53 in Dritter Teil | 4 Kommentare | TrackBack (0) | versenden

Donnerstag, 19.07.2007

Das babylonische Sprachgewirr - apathologische Übersetzung

Während sich in allen Ecken und Enden der Welt die Menschen, unbeeindruckt vom letzten Meteoriteneinschlag, der auch unter dem Namen "Arche-Noah-Armageddon" bekannt wurde, wie die Karnickel vermehrten, mussten sie sich dafür ja auch irgendwie unterhalten. Denn:

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 16:29 in Erster Teil | 2 Kommentare | TrackBack (0) | versenden

Samstag, 30.06.2007

Die große Flut - Noahs Riverboatshuffle

Die Jahre gingen ins Land und die Menschen vermehrten sich wie die Karnickel. Gott hatte zwar mal einen Spruch in Richtung "Seid fruchtbar und mehret euch" losgelassen, aber nicht damit gerechnet, dass die Menschen sich auch wirklich so penetrant daran hielten. Außerdem hatten sie wohl legasthenische Anfälle, denn sie waren wohl auch furchtbar.

Immer wieder gab es Zankereien und Kriege, meist ausgelöst durch Neid und Gier. Andere Länder, andere Frauen, mehr Vieh, Lebensraum im Osten, größeren Einfluss, dickere Eier. Alles Gründe genug für die Menschheit, mal wieder schnell einen Krieg vom Zaun zu brechen und sich gegenseitig niederzumetzeln. "Gut", dachte sich Gott, "mit den Kriegen kriegen die ja ihre Anzahl schon geregelt, diejenigen, die nachgeboren werden, sind zwar nicht intelligenter als ihre Vorfahren, jedoch aber auch zahlenmäßig nicht so viele, dass ich mit einer Überbevölkerung rechnen muss." Nun hatte Gott allerdings nicht damit gerechnet, dass manche der von ihr erschaffenen Menschen über eine geradezu göttliche Libido verfügten, da war ihr bei der Verteilung von Intelligenz und Libido der Löffel wohl einmal zuviel ins falsche Töpfchen geraten.

Und so geschah es, dass es Ecken auf der noch recht unentdeckten Welt gab, die ziemlich schnell von einer Menge Menschen beansprucht und bewohnt wurden. Nur waren diese Menschen zu blöde, sich einmal per Schiff auf den Weg zu machen, um beispielsweise Amerika zu entdecken. Und weil es so viele waren, wir kennen das ja von den Stränden in Spanien, Frankreich und Italien im August, hörten die Streitereien dort auch nie auf.

Nun war Gott allerdings von der Schöpferei der vergangenen mehreren hunderttausend Jahre und den ewigen Auseinandersetzungen mit den Nachkommen von Adam und Eva ein wenig müde geworden und wollte sich zum Mittagsschläfchen hinlegen. Kaum hatte sie sich zum Matratzenhorchdienst aufgemacht, ging das Gezetere auf der Erde los. "Mein Haus, mein Auto, meine Yacht, meine Frau, mein Sohn, meine Tochter...", das ganze Programm eben. Tausendfach, immer wieder die gleiche, alte Leier. Dazwischen dann noch die Schlägereien, das Hauen und Stechen und das Geschrei, wenn es mal wieder ein wenig zu arg wurde.

"Ich kann so nicht arbeiten!", fluchte Gott und lehnte sich aus dem Fenster. "Ruhe da unten! Ruhe jetzt, oder ich schicke die Cherubim!"

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 15:20 in Erster Teil | 9 Kommentare | TrackBack (0) | versenden

Freitag, 22.06.2007

Die Sache mit Adam und Eva

Wie wir ja bereits wissen, hatte sich Gott nur Ärger mit Adam und Eva eingehandelt. Das ging schon mit der Nörgelei Adams los, er möge doch auch etwas zum Spielen haben, und setzte sich über die Radikalernte des Schokoladenbaums bis hin zur Entstehung modischer Fragen und der Ausweisung aus dem Paradies fort.

Nun mussten sich also Adam und Eva in der Welt um sie herum zurechtfinden. Nichts mehr mit Früchten, die einem überall einfach so zur Verfügung standen, keine fertigen Schnitzel mit Pommes oder Veganerschnitten. Selbst Kleidung musste Eva selbst entwerfen und sich das Nähen beibringen. Für Adam war der Verlust des abendlichen Bieres und des Fernsehers mit der Übertragung der himmlischen Fußballliga das Schlimmste.

Und so kam es, dass er sich eben vermehrt mit Eva beschäftigen musste. Das machte ja auch irgendwie Spaß, aber irgendwann fing Eva an, Kopfschmerzen zu haben. Und irgendwie wuchs auch ihr Bauch immer mehr und glich sich Adams Bierwampe an.

Es dauerte kein dreiviertel Jahr, da bekam Eva ihr erstes Kind. Einen Knaben. Adam wiegelte erst einmal ab, der Vater zu sein, aber in Ermangelung eines Postboten, dem er dies in die Schuhe schieben konnte, musste er sich mit der Situation des Vaters abfinden. "Wie nennen wir denn nun unser Kind?", wollte Eva wissen. "Kain Schimmer", antwortete Adam, und hatte somit unwissentlich den ersten Nachnamén erfunden. Und so kam es, dass Familie Schimmer ihren ersten Sohn "Kain" rief.

Ein paar Jahre darauf hatte Adam wieder mal Pech mit den Schafsdärmen, die er als empfängnisverhütendes Mittel nutzte. Irgendwie musste der Knoten am Ende aufgegangen sein. Und so wurde Eva zum zweiten Mal schwanger. Mit all den bekannten Nebenwirkungen, so dass Adam flugs saure Gurken, Nussnougatcreme, Popcorn und Kartoffelchips erfinden musste. Und wieder war es ein Sohn, der geboren wurde. "Guck mal", rief Adam, als er des zweiten Sohnes ansichtig wurde, "der hat ja auch 'n Nabel!" Im Krakeelen des Zweitgeborenen ging das ein wenig unter, so dass Eva "der heißt ja auch Abel" verstand. Und so ward Abel geboren.

Wir wissen ja, dass die paradiesischen Zustände schon eine Weile vorbei waren, daher mussten Adam, Eva und ihre beiden Jungs sich kräftig selbst um ihr Leben kümmern. "Den Gürtel enger schnallen", "Sich nicht in der sozialen Hängematte ausruhen", "Jedes Arbeitsangebot annehmen" heißt das heute. Daher vertiefte sich Kain in die Bereiche des Ackerbaus, baute unter anderem Hanf und Mohn an und rauchte ab und zu eine Selbstgedrehte. Das machte ihn irgendwie glücklich. Abel indes hatte mehr Beziehungen zu den Schafen und Ziegen aufgebaut, und es kam vor, dass er sich manchmal eines schnappte und mit ihm hinter den Büschen verschwand. "Viehunzucht" nannte er das.

Jedenfalls dachten sich die Jungs "Unsere Eltern haben es bei diesem Gott ja ziemlich verschissen. Hätten sie sich mal nicht so doof angestellt, dann müssten wir jetzt nicht malochen wie die Brunnenputzer", und sie beschlossen, zu Ehren Gottes ein kleines Wettgrillen zu veranstalten. Opfer nannten sie das, denn Grillen war noch nicht erfunden, lediglich die kleinen, nervigen Insekten gleichen Namens gab es bereits.

Nun war Gott ja kein Kostverächter, und als ihmr da der Geruch leckerer Lammkoteletts, Würstchen und Grillfackeln durch die Nase zog, da fand sie das schon nicht schlecht. Abel war auch wirklich ein Grillmeister unter dem Herrn, und das geopferte Lamm hatte sich sowieso vorher geweigert, mit hinter dem Busch zu verschwinden. Kain indessen hatte nur Feldfrüchte vorzuweisen, also veranstaltete er Mädchengrillen, fettfrei, kalorienarm und langweilig. Alufolie zum Kartoffeln einwickeln war noch nicht erfunden, auch die anderen Feldfrüchte, die er ins Feuer warf, zogen es vor, unter ziemlicher Rauchentwicklung sich in Kohlestücke der ungenießbaren Art zu verwandeln. Gott fand das nun nicht so überragend, zumal der Rauch ziemlich in den Augen biss und den göttlichen Blick zum Tränen brachte.

"Das macht doch kain Sinn", versuchte Gott den Jungen davon abzubringen, weiterhin auf dem Feld zu zündeln, "nimm wenigstens Kaffeebohnen oder ein Schnitzel!" Aber Kain hatte keine Lust auf leckeres, italienisches Nationalgetränk und auf Schnitzel als Vollwertvegetarier sowieso nicht. Er geriet ein wenig aus der Fassung und scheuerte erst mal Abel eine. Der schrie: "Was soll denn das, du Bauer?" und langte ihm eine zurück. Ein Wort gab das andere, und plötzlich gingen sie mit ihrem Grillbesteck aufeinander los. Irgendwie musste dabei Abel unglücklich mit der Hackenspitze Kains in Berührung gekommen sein, denn plötzlich lagen er und Teile seines Körpers, die besser im Inneren aufgehoben schienen, einfach bewegungslos rum. "Au Backe", dachte sich Kain, "das sieht jetzt aber mal suboptimal aus." Und nachdem Abel sich auch innerhalb der nächsten Stunden nicht mehr bewegte und in der Sonne anfing, so komisch zu riechen, verbuddelte ihn Kain erstmal. Die Engländer übrigens schöpften hier ihr erstes englisches Wort, denn Kain hatte seinen Bruder ja irgendwie disabled.

Gott hatte sich inzwischen um eine andere Ecke der Welt kümmern müssen, denn schließlich hüpften da ja noch die modifizierten Affen durchs Gelände. In Ägypten begannen sie mit dem Bau von Pyramiden, im Ruhrgebiet besiedelten sie in der Nähe von Düsseldorf das Neandertal, und einige von ihnen hatten sich auf ins ferne Australien gemacht, das durch den Kontinentaldrift noch nicht ganz unerreichbar geworden war. Hier und da musste Gott noch ein wenig eingreifen, ein wenig Überschwemmungen oder Erdrutsche inszenieren und in der Eifel einige Vulkane ausbrechen lassen, so dass sich die Neuzeitmenschen nicht allzu wohl fühlten und übermütig wurden.

Nun kehrte sie zurück zum Grillplatz und fand plötzlich nur noch einen Wettbewerbsgriller vor. "Ey, was is konkret mit dein Bruder, Alda?", wollte Gott wissen, der die Sache komisch vorkam. "Was weiß isch net, ey, bin isch Hüter von die krass abgedreht Loser, ey?", antwortete Kain. Gott dachte einen Moment nach, sah ein, dass sich eine weitere Diskussion auf dieser Sprach- und Intelligenzebene nicht lohnte, und wandte sich wieder anderen Dingen zu.

Und seit dem ist es so, dass Bauern Ackermänner straffrei ausgehen, egal, was sie auf dem Kerbholz haben. Es zieht sich durch die Geschichte, dass die Nachkommen von Adam und Eva immer wieder Krach, Unfrieden und Schwierigkeiten verursachen, aber niemals dafür belangt werden. Und damit auch noch durchkommen, oder?

Anmerkung
Interessant ist es, dass in der Bibel im folgenden davon geschrieben wird, dass Kain sich zwei Frauen nahm und mit diesen Kindern bekam. Es fehlt nur der Hinweis, wo diese Frauen denn herkamen? Denn Gott schuf ja lediglich Adam und Eva, deren Kinder waren Kain und Abel. Sollten Adam und Eva etwa auch noch unerwähnte Töchter bekommen haben? Waren also Kains Frauen seine Schwestern und wir haben es hier mit den ersten Fällen von Inzucht zu tun? Bislang habe ich noch keinerlei Erläuterung zu diesem Sachverhalt gehört.
Ende der Anmerkung

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 12:17 in Erster Teil | 6 Kommentare | TrackBack (0) | versenden

Freitag, 15.06.2007

Der achte Tag - was in der Bibel vergessen wurde

Exhumiert vom pathologischen Apostel

Nicht schriftlich fixiert sind die Ereignisse des achten Tages, denn das hätte das Weltbild zur damaligen Zeit kräftig durcheinandergewirbelt. Unseren Aposteln ist es jedoch gelungen, die lange verschollenen Dokumente im Vatikan ausfindig zu machen und unter Lebensgefahr herauszuschmuggeln. Hier liegt nun die unglaubliche Wahrheit vor.

Am achten Tag nun passierte es, dass die ersten Reklamationen bei Gott eintrafen.
So beschwerten sich die Biber, dass sie im Wasser nicht richtig schwimmen könnten, ihr Schwanz, Modell Standard, hülfe zwar prächtig, um sich von Baum zu Baum zu schwingen, aber ansonsten wäre er doch hinderlich.
Den Kühen waren ihre vier Brüste doch etwas hinderlich beim Hinlegen auf der Wiese, ebenso erging es den Ziegen.
Adam wollte nicht immer nur Wasser trinken, außerdem ging ihm die ewig nörgelnde Eva auf den Keks.
Das Schnabeltier beschwerte sich über die Schmerzen, die eine Geburt auslösten.

Und so hatte Gott eine halbe Ewigkeit zu tun, die Beschwerden anzunehmen. Auf die Idee, ein Callcenter mit Hilfe seiner Engel einzurichten, kam er nicht. Denn das Telefon war noch nicht erfunden.

Also modifizierte er das Schnabeltier, auf dass es in Zukunft nur noch Eier lege. Die brüste der Kühe und Ziegen fasste er in einen Gnubbel zusammen, aus denen er die Zitzen herausragen ließ. Adam warf er etwas Gerste, Hopfen und Malz in den mitgebrachten Eimer und kickte ihm eine Schweinsblase zu.
Und die Biber setzte er, weil es ihn begann zu nerven, in einer Herde Elefanten aus. Dass sich die Elefanten erschreckten und wild herumtrampelten, was einigen Bibern, aber hauptsächlich ihren Schwänzen, Formänderungen zufügte, das hatte Gott so nicht bedacht.

Dann setzte sich Gott an die physikalischen Gesetze. Damit ihm seine Schöpfung nicht abhanden kommen konnte, wir erinnern uns schwach an Jopi, Mick und Keith, entwickelte er die gegenseitige Anziehung aller Körper. Somit fiel der Regen von nun an immer von oben nach unten, das Wiederauffüllen der Wolken überließ Gott der natürlichen Verdunstung.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 09:59 in Erster Teil | 2 Kommentare | TrackBack (0) | versenden

Mittwoch, 13.06.2007

Der siebte Tag - Engelischer Ruhetag aus pathologischer Apostelsicht

"Am siebten Tage aber sollst du ruhen", dachte sich Gott. Schließlich war er ziemlich ausgepowert vom vielen Geschöpfe. Und dann noch diese ewige Streiterei mit Eva. "Wieso darf ich nicht von dem Baum essen? Wieso hast du nicht gesagt, dass das dick macht? Wiesohab ich kein Kleid von Dior? Steht mir das Grün der Feigenblätter überhaupt? Weshalb will Adam immer nur das Eine von mir? Kann ich nicht lieber Kopfschmerzen haben? Warum bin ich eigentlich nackt? Warum ist der eigentlich nackt?..." Fragen über Fragen, die mit der Zeit auch einen Gott nerven können.

Also setzte sich Gott den Tag über hin und schaute zu, wie sich die ersten Menschen den Planeten untertan machten und begannen, sich gegenseitig umzubringen.

Und so, wie es momentan hier aussieht, sitzt er immer noch da.

Allerdings nutzte Gott die Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, was er immer noch nicht erschöpfend behandelt hatte. So beispielsweise die Cherubim, die Wachengel vor dem Garten. Die sahen zwar martialisch aus mit ihren Flammenschwertern, aber irgendwie waren sie so unbeweglich. Sollte also mal ein Autonomer auf die Idee kommen, sich von hinten an den Zaun anzuschleichen, bräuchten sie zu Fuß zu lange, um dort hinzukommen. Der Rollstuhlfahrer war da auch keine große Hilfe, war der Rollstuhl doch nicht mit Geländereifen ausgerüstet und kam deshalb schwer vorwärts. Barrierefrei war halt noch nicht erfunden.
Ergo griff Gott in die Wiedervorlage und zog so ein Vogelviech 1.0 heraus. Wir erinnern uns, das war einer der Vögel, die nach dem Abschlag in einer schönen, aber doch recht schmerzhaft endenden Kurve den Himmel durchzogen. Ein paar Federn hatte Gott noch übrig, die waren ihm heute morgen beim Bettenaufschütteln aus dem Kissen entgegengekommen. Die steckte er den Engeln in den Rücken und warf sie testweise in die Luft. Irgendwie funktionierte das, mag sein, dass es an der aufsteigenden Thermik lag, aber die Engel fielen nicht gleich wieder runter. Das gefiel Gott. So bastelte er sich einen ganzen Satz Engel, die dann fröhlich durchs Paradies flatterten.

Nur beim letzten Engel, da wurde es etwas eng mit der Bauteilversorgung. Die Federn schon angeschmutzt und eingerissen, auch war nur noch ein Fuß übrig. Also schnell einen Ersatzfuß gesucht. Siehe da, in der Kiste mit Pferdebauteilen war noch einer. "Schade, du bist der letzte Engel, den ich bauen konnte", sprach Gott, "ich nenne dich mal Lars-Christian. Oder kürzer, zum Herbeirufen, El Zeh." Und Gott warf den Engel in die Luft, auf dass er ebenfalls fröhlich herumflatterte. Nun waren die Federn, wie schon gesagt, etwas eingerissen. Und der Pferdefuß auch nicht gerade in Leichtbauweise gefertigt. El Zeh jedenfalls fiel runter. Auch mehrmaliges Hochwerfen durch Gott half nichts. Immer wieder klatschte El Zeh böse auf dem Boden auf, ein gefallener Engel eben. Zwei große Beulen bildeten sich auf seiner Stirn, außerdem lief er vor Wut rot an, denn das Rumgewerfe ging ihm doch kräftig auf die Eier. Irgendwann scheuerte er Gott eine.

Das war nicht gut.

"Was bist du nur für ein böser Bub", rief Gott, "zur Hölle mit dir!". Und so kam es, dass der böse Lars-Christian-Bub in die Hölle geschickt wurde. Und dort sitzt er heute noch und hört auf seinen abgekürzten Namen b(öser) Lars Christian Bub. Inzwischen zusammengezogen zu Beelzebub.

Ach ja, er war ebenfalls für einige Erfindungen verantwortlich, so nannte er beispielsweise eine Verbreitung seiner Lehre nach seinem zweiten Vornamen - Christianisierung.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 08:19 in Erster Teil | 4 Kommentare | TrackBack (0) | versenden

Montag, 11.06.2007

Der sechste Tag ? es wird pathologisch gemenschelt

Zwischen dem fünften und dem sechsten Tag ließ Gott einige hunderttausend Jahre verstreichen. In dieser Zeit hatten einige Dinosaurierarten Zeit, auszusterben, andere Tierarten entwickelten sich prächtig oder neue Eigenschaften, selbst die in der Wiedervorlage befindlichen Strauße, Pinguine, Emus und andere Laufvögel hatten Zeit, sich funktionsfähige Flügel wachsen zu lassen.

Gott setzte sich also eines schönen Tages hin und entschied, dass dies nun der sechste Tag der Schöpfung sei. Auf seiner Agenda stand für heute: Kreation eines Ebenbildes. Nichts leichter als das, dachte sich Gott. Es nahm eine Packung Instant Lebensform und las die Gebrauchsanleitung durch.

Herzlichen Dank, dass Sie sich für das einzige Instant Lebensform-Produkt aus dem Hause Intelligentes Design entschieden haben.
Für eine etwa 75 kg schwere Lebensform benötigen Sie nur noch 72 Liter Wasser. Rühren Sie Instant Lebensform in einem geeigneten Gefäß mit dem Wasser an. Um ein bunteres Ergebnis zu erreichen, können Sie auch noch von unseren ökologischen Farben etwas hinzumischen, das Ergebnis variiert abhängig von der Menge der zugegebenen Farbe. Die Farben werden in 4 untereinander mischbaren Grundtönen angeboten (schwarz, braun, gelb und rot). Lassen Sie die Mischung etwa zwei Stunden aufgehen, rühren Sie dann noch einmal kräftig durch und formen Sie danach Ihre Lebensform.

Mindestens haltbar bis 300.000 AC


Gott kratzte sich am Kopf. Eigentlich war die Mischung ja schon 150.000 Jahre abgelaufen, aber das war ja ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Also roch es vorsichtig an der geöffneten Verpackung. Nichts Auffälliges. Dann rührte Gott testweise eine Lebensform an. Nach besagtem Aufgehen ging es ans Formen.

Gott stellte sich vor den Spiegel und schaute sich an. ?Das muss doch hinzukriegen sein?, dachte es sich. ?Kopf, Beine, Arme, Körper, Brüste!? Doch genau hier lauerte die Tücke im Detail. Denn dadurch, dass Instant Lebensform abgelaufen war, funktionierte das mit den Brüsten nicht. Jedesmal rutschten sie, der Schwerkraft gehorchend, am Körper hinunter, bildeten einen dicken Knubbel und stülpten weiter unten einen kleinen Teil des Körpers nach außen. Gott war nach einigen hundert Versuchen am Verzweifeln. ?Na gut, dann eben nicht?, dachte es sich, ?dann stelle ich halt ein Exemplar als Muster in den Garten Eden, als Vogelscheuche. Und die anderen Muster stampfe ich ein.? Doch nur eine Minute Unachtsamkeit reichte, und ein paar der Exemplare machten sich aus dem Staub. Das waren Jopi Heesters, Keith Richards und Mick Jagger. Gott fiel das nicht auf, und nach einer kleinen Ewigkeit hatte es das auch wieder vergessen.

Dann warf Gott die restlichen Packungen Instant Lebensform auf den Müll und überlegte sich eine alternative Methode. Dabei kamen ihm seine früher mal geschaffenen Primaten in den Sinn. Die sahen ja ähnlich aus. Also mal kurz in den göttlichen Masterplan geschaut, welche Arten des Faceliftings da noch möglich waren. ?Genmanipulation? stand da an erster Stelle. Da ihm die Paviane immer noch böse waren wegen der Geschichte mit dem Tischplattenrutscher, nahm sich Gott einen Satz Schimpansen und Gen-te etwas herum. Die ersten Exemplare waren immer noch eine ziemlich haarige Angelegenheit, aber mit der Zeit ging das. Noch mal kurz das Gen für die Körperbehaarung feinjustiert, und schon fielen die Haare, am Kopf beginnend, dünner aus. Das hält sich übrigens teilweise bis heute. ?Ok?, dachte sich Gott, ?das haut ja hin. Zwar nicht exakt mein Ebenbild, aber so ziemlich schon.?

?Heh, und ich? Was ist mit mir?? tönte es da aus dem Garten Eden. Die Vogelscheuche probte den Aufstand. ?Das kann doch nicht angehen, dass du hier rumbastelst, von jedem Lebewesen zwei Versionen entwirfst, die dann tage- und nächtelang Krach machen bei der Vermehrung, und ich sitze hier rum und kann an mir selber spielen, oder was?? ?Mensch, Adam?, sagte Gott, und hatte damit unwissentlich die Gattungsbezeichnung Mensch erfunden, ?mach nicht so einen Terz. Soll ich mir eine Spielgefährtin für dich vielleicht aus den Rippen schneiden?? ?Mir doch egal?, nörgelte Adam zurück, ?hauptsache, ich kriege mal ein Rippchen gekocht.? Da Gott die Nörgelei auf den göttlichen Keks ging, setzte es auf einmal ein diabolisches Lächeln auf. Ein kleiner Schlag auf Adams Hinterkopf, und dieser ging zu Boden. Schnell das Skalpell ausgepackt, eine Rippe ausgebeint, und noch mal aus dem Müll eine angebrochene Packung Instant Mensch rausgewühlt. Etwas Hokuspokus und Spucke, schon stand da Eva rum.

Natürlich war Eva eine Zicke. ?Ich will aber nicht Eva heißen, ich will lieber Paris heißen!?, ging es gleich als Erstes los. ?Und außerdem, was soll das heißen, Baum der Erkenntnis, und wieso dürfen wir davon nichts essen?? Gott schaute sich Eva lange an, dann Adam, dachte kurz an einen Blitzeinschlag, verwarf diesen Gedanken aber wieder, da es ziemlich aufwendig werden würde, danach den Garten wieder herzurichten. Dann sagte es: ?Wenn ihr vom Baum der Erkenntnis esst, werdet ihr erkennen, dass ihr nichts wisst. Also bleibt lieber doof.? Dummerweise hatte er aber einen Schokoladebaum als Grundkonzept für den Baum der Erkenntnis benutzt. Und Eva konnte nicht umhin, jedes Mal die Rinde abzulecken, wenn sie am Baum vorbeikam.

Edit 1 rapportiert von Apostula J.

Adams Ueberraschung am naechsten Morgen war unuebersehbar gewesen. Wobei er damit noch nichts anfangen konnte. Abgesehen davon war der Raub einer Rippe ja nicht unbedingt etwas, mit dem man den Morgen freudig begruesst. Zumal er spontan das Gefuehl hatte, die Rippe nunmehr nicht mehr im Oberkoerper, sondern zwischen den Beinen zu haben, aber das legte sich.
Nach Ansicht von Gottes Werk stellte Adam fest, dass er lieber zwei weitere Adams gehabt haette, so haette man wenigstens pokern koennen. Oder noch 21 andere und einen Ball, aber er sah ein, dass nach Abgabe von 21 Rippen die Luft fuer ihn etwas duenn geworden waere. Aber musste es denn SO ein Modell sein?
Die Bauteil an Eva 1.0, die anders waren als seine, waren zwar wenigstens ballaehnlich, aber offenbar ohne jegliche Funktion. Als er versuchte, durch Zusammendruecken Toene herauszulocken, brachte ihm das die erste Ohrfeige ein und das war nun nicht paradiesisch. Er begann am Konzept zu zweifeln.
Adam hatte das untruegliche Gefuehl, dass dieses Weib nur Aerger bringen wuerde, obwohl er ja ansonsten keinerlei Erfahrung mit Weibern hatte.
Schluss wars mit der beschaulichen Ruhe, den ganzen Tag ging es "Adam, schau doch mal hier!" "Hey Adam, crem mir doch mal den Ruecken ein bitte!" "Adam, mir is sooooo langweilich!"

Was fuer eine grottenschlechte Idee von Gott. Das erste Mal kamen Adam Zweifel, ob es sich bei Gott wirkich um einen Mann handelte. Ein Mann tut einem anderen Mann so etwas einfach nicht an.

Die Zweifel zerstreuten sich, als er Zeuge eines spaeter bedeutsamen Gespraechs wurde. Gott erklaerte Eva, dass sie alles haben koennte, nur die Fruechte an diesem Schokoladengeschmacksbaum nicht.

Adam schnappatmete vergnuegt. Wie konnte Gott glauben, dass sie DAS befolgen wuerde? Eva? Eine FRAU? Und ueberhaupt, was sollte eigentlich diese Erkenntnis sein, die man da gewinnen koennte? Fuer Adams Begriffe wusste er genug. Und dieses Hardcoreweib war schon mit der Schlange am Quasseln.


Wie es so seine Art war, hoerte Adam aber schnell auf, sich Gedanken zu machen. Manchmal muss man Dinge einfach so lassen, wie sie sind. Oder sie nehmen, wie sie kommen. Nur kein Stress. Ganz schlecht fuers Wohlbefinden.

"Adam, nun komm doch mal. Jetzt komm doch mal und schau mal!"

Missmutig tat Adam, wie befohlen und wie auch die folgenden Jahrhunderte viele nach ihm.



Edit 2: die apasthologische Ergänzung:

"Schau mal, da, die Früchte. Ich habe ja bald Geburtstag, und wenn du nicht weißt, was du mir schenken sollst, ich finde diese Teile ja ausgesprochen lecker!" Eine ganze Weile ging das so weiter, denn Eva hatte Adam recht schnell durchschaut. Sie wusste, dass das einfache Gehirn, das Gott dort verbaut hatte, wiederholte äußerliche Einwirkung brauchte, um sich an etwas erinnern zu können. Wunderbarerweise funktionierte dies problemlos mit der Augen-Hirn-Verbindung, was Eva am leichten Sabbern erkennen konnte, das immer einsetzte wenn sie sich aufreizend hinsetzte. An der Ohren-Hirn-Verbindung indes arbeitete sie noch. Glücklicherweise gehörte Adam aber immer noch zu den geistig einfacheren Exemplaren, logisch, es gab ja keine Vergleichsmöglichkeit. Und so ließ er sich überreden, einige Früchte abzumachen und diese auch selbst vorzukosten. Denn es hätte ja sein können, dass die Früchte wirklich giftig waren. Adam also, in seiner unsäglichen Naivität, kostete vom Schokoladebaum. Und als er nach ein paar Minuten nicht umfiel, probierte auch Eva. Und das schmeckte so gut!

Als Gott nach einer Weile im Garten Eden nachsah, was so Sache ist, denn es war außergewöhnlich ruhig (und das bedeutet immer, dass was nicht stimmt!), versteckten sich Adam und Eva hinter Büschen. "Hey, ihr zwei, was geht? Wieso versteckt ihr euch?" fragte Gott. "Nichts ist los", meinte Eva, "nur zu heiß in der Sonne. Da kann ich ja Hautkrebs kriegen, Melanome, Falten und Krähenfüße!" Und Eva trat aus dem Schatten hervor. Schon ihre Antworten ließen Gott Schlimmes ahnen, aber als er das Hüftgold entdeckte, das es mit Sicherheit nicht dort hingebastelt hatte, wie auch die Speckringe um Adams Bauch, da wusste Gott, dass die beiden gnadenlos zugeschlagen hatten.

"Raus jetzt, time is over, Schluss, Ende, Aus. So geht's ja nicht", polterte Gott los und warf die Beiden aus dem Paradies. Schlimm genug, dass Eva auf dem Weg nach draußen noch einige Feigenblätter abriss, um sich mit Klopapier einzudecken. Denn Baströckchen, fand sie, waren doch viel kleidsamer. Draußen, vor dem Tor, postierte Gott zwei Wachturmengel mit Flammenschwertern und einen Rollstuhlfahrer mit Terroristenaversion, damit ihm nicht wieder irgendwelche Autonome in seinen heiligen Damm einbrechen konnten.

Szenenwechsel

Die Vertriebenen waren ja eigentlich nur Entwürfe für Vogelscheuchen, den echten Menschen hatte Gott ja bereits durch Genmanipulation aus dem Schimpansen entwickelt. Und genau dort setzte Gott auch wieder an. Noch wütend darüber, dass ihm die besten Pralinen geklaut worden waren, stampfte er mit dem Fuß auf und setzte damit den Kontinentaldrift in Gang, der die bestehende Welt in verschiedene Kontinente teilen sollte. Immer noch wütend, scheuchte er auch die inzwischen größer gewordene Menschengruppe auf, die sich teilweise zur Völkerwanderung aufmachte und die restlichen Gebiete dieser Erde besiedelte.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 09:31 in Erster Teil | 5 Kommentare | TrackBack (0) | versenden

Freitag, 08.06.2007

Der fünfte Tag - nicht nur der apostolische Pathologe hat's vom Vögeln

Bevor Gott das Land schuf (Kontinente gab es damals noch nicht so richtig, Inkontinente dafür meer), war es ja überall nass. Und so fing sich Gott, das übrigens sächsisch sächlich war, eine nette Erkältung ein. Er musste fürchterlich niesen.

Und so kam es, dass etwas Nasenrotz auf seinem Hausschuh landete. Das war etwa 600.000 vor Christus. "Oh", dachte Gott, "so schön grün wie die Pflanzen! Aber es bewegt sich auch irgendwie." Und er nannte das grüne, sich bewegende Etwas Pantoffeltierchen, da es sich auf seinem Pantoffel befand.

Später, während der großen babylonischen Sprach- und Rechtschreibreform wurde aus dem Pantoffeltierchen übrigens das Kartoffeltierchen, und in Anpassung der örtlichen Gegebenheiten der Kartoffelkäfer.

Jedenfalls dachte Gott, "ich mach erst mal Einzeller. Die gehen einfach, und wenn mal was kaputt geht, dann kann man es schnell reparieren. Ich fang mal mit Amöben und Bakterien an." Auch heutzutage gibt es diese Verkaufsschlager noch, einige dürfen sogar Auto fahren. Geschlechtsmäßig war Gott noch nicht so bewandert, also erschöpfte sich seine Experimentierwut in einfacher Zellteilung.

Edit 1: weiterfabuliert von Apostulata J.

Auf der To-Do-List fuer den fuenften Tag standen noch maritime Elemente, aber Gott wollte zunaechst mit Voegeln anfangen.

Die erste Kreatur war schnell entwickelt, Vogel 1.0 mit einem ordentlichen Pace vom Himalaya geworfen, aber waehrend Gott die Flugbahn betrachtete, kamen ihm erste Zweifel. Als Vogel 1.0 auf der Erde auftraf und das ungebremst, fiel ihm ein, dass das Model Pinguin ja gar nicht dafuer vorgesehen war, sondern eher fuer das Maritime. Pech fuer Vogel 1.0.

Fehlschlaege steckte Gott nach langtaegiger Erfahrung schnell weg, Hochleistungsschoepfen war fuer den Nachmittag Pflicht. Killerwale, Engelhaie, Riesenkraken und fuer jede Spezies die passende Spezies zum Essen = volles Programm. Willy hatte zu der Zeit auch noch eine erigierte Rueckflosse, also das war definitiv kein Konstruktionsfehler. Fliegende Fische, lachende Fische, Plattfische, langsam kam Gott in Fahrt, schon fast entfesselt fuellte er das Meer auf. Ob da fuer Voegeln ueberhaupt noch Zeit bleiben wuerde?

Edit 2: Die pathologische Kapitelergänzung

Als Gott die Flugbahn von Vogel 1.0 verfolgte, kam ihm ein Ausdruck in den Sinn, der viel, viel später im Golfsport noch einmal dieselbe Bedeutung bekommen sollte: das war ein Eagle. Nach einiger Überlegung kam Gott darauf, dass wohl irgendetwas wichtiges an seinem Entwurf fehlte. Und so schob er, neben Pinguin, auch die Entwürfe Strauß, Emu, Dodo und Kiwi in die Kiste zur Wiedervorlage.

Beim Schöpfen der Wassertiere hingegen entwickelte er einen solchen Eifer, dass er etwas den Überblick verlor. So tummelten sich neben Shrimps und Garnelen, Hummern und Krabben plötzlich unzählige Heringe, Kabeljau, Dorsche, Haie und Rochen im Wasser. Irgendwann wurde es dann ein wenig eng.

Da ihm aber die Anstrengung zur Schöpfung von Erde 2.0, eigentlich Ozean 1.0, schlichtweg zuzviel war, ließ er die Schwimmer machen, was sie wollten. Als Konsequenz wurden die Schwächsten von den Stärkeren an Land geschubst. Nun ist es ein wenig mühsam, sich auf Flossen über Land zu bewegen, Lungenfische können noch heute davon ein Lied singen. Also nahm sich Gott seinen göttlichen Schraubenzieher und schraubte den armen Viechern Beine an. Nur bei den Aalen, da waren ihm die Beine ausgegangen. Da entschied er, dass diese vorläufig erst einmal als Schlangen unterwegs sein sollten.

Einige seiner prähistorischen Schöpfungen wiesen allerdings noch ziemliche Defizite auf, hatten aber nicht das Glück, in die Wiedervorlage zu kommen. So der Brontosaurus Rex, ein fleischgewordener SUV mit viel zu hohem Verbrauch und minderer Performance. Solche Fehlentwicklungen ließ Gott dann nach ein paar Jahrmillionen aussterben, die Unterhaltskosten wurden einfach zu hoch.

Irgendwann dachte sich Gott dann: "Ok, dann will ich mal ein Gegenstück von mir basteln", und machte sich an die Arbeit. Fell und Haare hatte er noch im Überfluss, aber die ersten Modelle sahen immer noch stark nach Affe aus. Speziell eine Serie, die er "Pavian" nannte, hatte das Pech, kurz vor der Mittagspause entwickelt worden zu sein. Als es der Hunger trieb, schob Gott die frisch geschöpften Paviane für seinen Teller Ursuppe mit Manna zur Seite, allerdings ohne zu bedenken, dass das frisch aufgetragene Fell an einigen Stellen noch nicht trocken war. So schrubbte er den armen Viecherln beim Über-den-Tisch-schieben kurzerhand an der Sitzfläche alles blank, die rauhe Tischfläche tat ihr übriges. Seitdem rennen Paviane mit rotem Hintern durch die Gegend.

Und dann tat Gott noch etwas, was bis heute niemand wusste, außer uns, den wahrhaftig göttlich eingegebenen Erzählern: er schuf das Ei, aus dem die Henne schlüpfte. Und ein zweites, woraus ein Hahn hervorging. Eigentlich ganz viele Eier, denn sonst wäre dass ganze Geflügel schon längst an Inzucht eingegangen. Somit wäre auch diese Frage geklärt.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 12:13 in Erster Teil | 1 Kommentar | TrackBack (0) | versenden

Mittwoch, 06.06.2007

Der vierte Tag. Apostöse Larousse schöpft. Aus den Vollen.

Am vierten Tag schuf Gott die Sonne, die Sterne und den Mond.

OK, das ist jetzt vielleicht etwas dürftig, aber bedenket, er war in der Reihenfolge eh schon etwas durcheinander geraten und auch nicht mehr der Jüngste, unser lieber Gott.

Er war ein bisschen durcheinander.
Unorganisiert.
Er war ein bisschen.. nun ja, wie eine Frau.

Jedenfalls, als Gott am vierten Tag erwachte und sich so in seinem neuen Zuhause umsah, schöpfte er Hoffnung, dass das Projekt Erde vielleicht schon in 5 Tagen zu schaffen sei. So langsam begann das Ganze ihn doch etwas zu langweilen. Man schöpft und schöpft und keiner sagt mal "Boh, DAS hast Du aber TOLL gemacht, mein Gott!" und auf die Dauer macht das einfach keinen Spass.
Er schlug also in seinem "Gestalte Deine Welt in nur sieben fünf Tagen"-Ratgeber nach, was eine Erde noch so braucht zum Funktionieren.

MOND stand da.

"So sei es" sagte Gott.

(An dieser Stelle muss der geschätzte Leser sich einen GROOOOSSEN Hokuspokus vorstellen, mit viel Zäng und Bäng und Ähnlichem - Danke.)

Gott setzte sich auf seinen Himalaya und sah sich sein neuestes Werk an und war es zufrieden.
Und aus lauter Zufriedenheit schöpfte er mit letzter Kraft Atem und den ersten Feiertag: Den Frohnleichnam.
Blöder Name, das wusste Gott auch, aber da er mit dem Projekt "Sprache und Ihr Nutzen" noch nicht sehr weit gekommen war, beliess er es dabei.
Und es ward Abend, und es ward Morgen.
Und der Mond funktionierte noch immer.

Edit 1 beobachtet von Apostulata Jekylla

Ganz zufrieden war Gott mit diesem halbangefangenen Tag aber nicht. Sein Output war eher lausig, nur dieser Mond, der eigentlich nichts konnte als auf- oder untergehen. Man koennte ihn ja auch kleiner und groesser machen, dachte Gott.
Also der Mond dann sich selbst. So nach und nach. Langfristig gesehen hatte Gott an der Wartung der Leuchtkugel ohnehin kein Interesse. Ueber einen Wartungsinspektor wuerde er spaeter nachdenken.

Noch schnell ein paar Sterne aus der Kutte geschuettelt. Er mochte diese lustigen kleinen Lichtblitze. Haette es damals Hubert Kah schon gegeben, Gott haette die Melodie gesummt. Also summte Gott eine Melodie, die spaeter Hubert Kah zu deutschlandweitem Erfolg verhalf. Was damals noch keiner wusste. Es gab ja auch nur Gott. Und man konnte sie auch von oben runterwerfen, dann bekamen die Sterne kleine Schweife. Feines Spielzeug. Das Kind im Gott eben.

Edit 2: Diagnose des appetitlichen Pathologen

Wie wir ja wissen, ist Gott nicht unfehlbar. Einige Jahrhunderttausende später wird es mal sogenannte Stellvertreter geben, die dies von sich behaupten. Und so machte Gott auch einige Fehler. Speziell beim Mond.

Die ersten Versuche gingen mangels Materialermüdung schon mal schief. Bevor der aktuelle Mond (Version 42.0.0.1) seinen Dienst aufnahm, momentan noch ohne Mondmann zur jährlichen TÜV-Untersuchung, zerfielen Gott einige Exemplare beim orbitalen Beschleunigungstest in kleine Bruchstücke. Da die physikalischen Gesetze noch nicht erschöpfend behandelt worden waren - auf der Erde regnete es zeitweise von unten nach oben, damit die Wolken wieder gefüllt wurden - regneten diese Bruchstücke nicht der allgemeinen Anziehungskraft folgend zu Boden, sondern schwirrten hilf- und ziellos durchs All. "Komet zurück" rief Gott, die Rechtschreibreform hatte noch nicht gegriffen. Aber die Kometen hörten nicht, denn Ohren waren nicht vorgesehen im intelligenten Design. Einer von ihnen sollte allerdings noch einmal eine Rolle spielen, in ferner Zukunft, ein Dreivierteljahr, nachdem Gott eine Menge Spaß mit einer gewissen Maria hatte.

Auch einige Versuche, die zu groß oder nicht schön genug geraten waren, ließ Gott einfach so im Raum hängen. So beispielsweise ein Entwurf mit einem niedlichen Ring aus Gesteinsbrocken. Gott wusste ja nicht, dass man mal einen Elektronikladen so nennen würde. Aber im Großen und Ganzen war Gott zufrieden. Und als der Mond am nächsten Tag immer noch funktionierte, heulte Gott ihn glücklich an.

göttliche Eingebung darniedergeschrieben um # 19:06 in Erster Teil | 4 Kommentare | TrackBack (0) | versenden